Das ist der Gipfel, dieser Autogipfel!

Ich hatte es erwartet: Der groß angekündigte „Dieselgipfel“, der heute stattfand, hat keine wirksame Lösung für die giftigen Abgase gebracht.

Meine Protagonistin auf dem Bildchen oben nimmt sich die Freiheit, Schadstoffe die oberflächlich nicht immer und überall sichtbar sind, zu visualisieren.

Helfen würde allein, alle Dieselmotoren, die die Grenzwerte nicht einhalten, zwangsweise nachzurüsten oder die Fahrzeuge zu verschrotten und den Kunden sauberen Ersatz anzubieten. Dass das Ergebnis so ist wie es ist, hat einen einfachen Grund: Die Politik setzt weiter auf freiwillige Maßnahmen. Es passiert also nur das, was die Automobilkonzerne von sich aus anbieten. Das ist denkbar wenig. Insgesamt sollen 5,3 Millionen Dieselautos sauberer werden, vor allem Euro-5-Fahrzeuge, teils auch welche mit der Euro-6-Norm. Man bietet keine Hardwarenachrüstungen, an. Aber schon im Frühjahr 2017 erklärte ein Sprecher von BMW: reine Softwaremaßnahmen wären nicht zielführend, da diese keine ausreichende Senkung von Stickoxiden böten, und die ZDF-Dokumentation „Geheimakte VW“  https://youtu.be/W8mJUjB72pA enthüllte: dass VW bei der Rückrufaktion der 2,4 Millionen Fahrzeuge gar nicht die Absicht hatte, mit dem Update die Stickoxidemissionen drastisch zu senken.

Diskutiert wurde offenbar die eigenfinanzierten „Umstiegs- oder Abwrackprämien“. Diese sollen für die Autokonzerne Anreize schaffen, damit Autofahrer von Euro-5- auf Euro-6-Fahrzeuge umsteigen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass der Diesel-Auto-Absatz all zu sehr einbricht.

Weiter wurde nach Presseberichten über sogenannte „intelligente Verkehrsleitsysteme“ zur Verbesserung des Verkehrsflusses diskutiert. Sicher eine sinnvolle Überlegung. Wie aber nicht anders  erwartet, sollen diese aus einem Fonds „Nachhaltige Mobilität in der Stadt“ finanziert werden. Im Gespräch sind 500 Millionen Euro, die je zur Hälfte von der Industrie und vom Bund – also von der Masse der Steuerzahler kommen sollen.

Experten, Kollegen aus der Automobilindustrie, fordern:

Wirksam lassen sich NOx-Abgase nur mit der SCR-Technik reduzieren, bei der Stickoxide chemisch durch eine Harnstoff-Einspritzung (AdBlue) reduziert werden. Die bisher zugelassenen Diesel müssen auf Kosten der Autohersteller mit der SCR-Technik umgerüstet werden! Für die Fahrzeuge, wo dies technisch nicht möglich ist, müssen die Autohersteller eine vollständige Produkthaftung übernehmen!

Fahrverbote können natürlich nur Sofortmaßnahmen in Verbindung mit kostenlosem Nahverkehr in den entsprechenden Zonen sein.

 

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